Beugung

Die Beugung beschreibt die nicht-zielgerichtete Ablenkung der Lichtstrahlen im Objektiv und bewirkt so ein unschärferes Bild.

Licht breitet sich linear aus. An der Blende des Objektivs werden jedoch einige Lichtstrahlen gebrochen. Je kleiner die Blende (je größer die Blendenzahl), desto eher geschieht diese „Beugung“ unkontrolliert. Durch die kleine Blende werden die Lichtstrahlen also nicht mehr so gebrochen, dass Sie am gleichen Punkt auf den Sensor treffen, sondern kurz davor oder kurz danach. So entsteht Beugungsunschärfe.
Wann diese Unschärfe auftritt ist von Objektiv zu Objektiv unterschiedlich. Bei den meisten modernen Optiken ist ungefähr ab Blende 16 bereits ein Abfall der Schärfe erkennbar. 
Die Beugungsunschärfe ist auch der Grund, warum die Schärfeleistung eines Objektivs nicht parallel zur größer werdenden Blendenzahl steigt. Die optimale Blende des Objektivs liefert gerade deswegen die beste und brillianteste Schärfe, da so wenig wie möglich Beugungsunschärfe produziert wird. Wo diese optimale Arbeitsblende liegt ist für jedes Objektiv unterschiedlich.