Bildstabilisator

Der Bildstabilisator sorgt mittels Mikromotoren dafür, das durch das Objektiv einfallende Bild frei von Verwacklungsunschärfen durch den Fotograf oder den Spiegelschlag zu halten.

Mittlerweile sind hier bis zu 5 Lichtwerte längere Freihandgrenzen möglich. Das bedeutet, wenn der Fotograf 1/250 Sekunde aus der Hand verwacklungsfrei halten kann, gleicht der Bildstabilisator Verschlusszeiten bis zu 1/8 der Sekunde bewegungsfrei aus.

Aus diesem Grund sind Objektive mit Bildstabilisator in der Regel sehr viel teurer als ohne.

Jeder Hersteller verwendet bei seinen Objektiven eine eigene Abkürzung für das Vorhandensein eines Stabilisators.

Hier sind die gängisten aufgelistet:

Canon: IS (Image Stabilizer)

Nikon:VR (Vibration Reduction)

Sigma: OS (Optical Stabilizer)

Tamron: VC (Vibration Compensation)

Sony: OSS (Optical SteadyShot)

Die Wirkung des Bildstabilisators lässt sich schön anhand des unteren Beispiels zeigen. Hier wurde die Elphilharmonie in Hamburg von einem Ausflugsschiff aus fotografiert. Trotz Seegang und schaukelndem Boot ist die Aufnahme scharf geworden. Der Bildstabilisator hat die Bewegungen des Fotografen zuverlässig ausgeglichen.

Es gibt aber auch Situationen, in denen der Bildstabilisator störend eingreift. Sobald die Kamera auf einem Stativ steht, erfolgen keine Erschütterungen mehr. Ein aktivierter Bildstabilisator kann in diesem Fall zu unscharfen Bildern führen, da er trotzdem versuchen wird, Bewegungen auszugleichen. Daher gilt: Bildstabilisator deaktivieren wenn die Kamera auf einem Stativ steht.