Lohnt sich eine Fotografen-Ausbildung?

Lohnt sich eine Fotografen-Ausbildung?

Entgegen vieler anderer Meinungen im Internet plädiere ich also in jedem Fall für eine Ausbildung oder ein Studium. Gerade die Möglichkeit, aus den zahlreichen Erfahrungen seines Ausbilders zu lernen ist von unschätzbaren Wert für die eigene Entwicklung und kann durch nichts ersetzt werden.

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MacBook, Surface Book oder iPad Pro

MacBook, Surface Book oder iPad Pro

Nach 5 Jahren mit einem Surface Pro 2 stand für mich endlich ein neues Notebook auf dem Einkaufszettel. Warum ich mich nach langem Überlegen gegen ein Macbook und für ein iPad Pro entschieden habe lest ihr ab sofort auf meinem Blog.

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Kamera an der Belastungsgrenze - Bauchtanzfotografie

Wenn man mich frägt, was ich letzte Woche gemacht habe, dann würde ich antworten: 

"Ich sichte, sortiere, bewerte und bearbeite gerade über 4000 Bilder einer Bauchtanz-Aufführung." Das könnte eine ziemlich ermüdende und anstrengende Arbeit sein, wären da nicht diese traumhaften Bilder. Die jungen Frauen schaffen es, die Leidenschaft und die Freude, die sie zweifellos am Tanzen haben, gekonnt in meine Bilder einfließen zu lassen. Dafür bin ich sehr dankbar, denn das erleichtert mir die Nachbearbeitung enorm. 

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Das Event selber kann ich nur am Rande wirklich genießen. Stattdessen bedeuten die schnellen Bewegungen in atmosphärischer Dunkelheit echte fotografische Schwerstarbeit. Vom technischen Anspruch her sind diese Bilder für mich sicherlich mit die Schwersten. 

Für das Einfrieren der Bewegungen sind Verschlusszeiten von Mindestens 1/400 Sekunden nötig. Bei extrem schnellen Stocktänzen sogar bis 1/1000 Sekunden oder noch kürzer. Das bedeutet wiederum, die Blende muss weit geöffnet sein und die ISO-Empfindlichkeit stark erhöht werden, um die Bilder noch richtig belichten zu können. Denn um die anderen Zuschauer oder gar die Video-Aufnahme nicht zu stören verzichtete ich auf jeglichen Blitzeinsatz.

Mit einer kurzen Verschlusszeit, einer offenen Blende und einer sehr hohen ISO von bis zu 6400 bewege ich die Kamera über zwei Stunden an der technischen Belastungsgrenze. Und genau das macht den Reiz solcher Shootings aus. Wie weit kann ich die Kamera bis zu dieser Grenze treiben, wann ist die ISO dann doch zu hoch und ab wann werden die Bilder mau. Neben diesen technischen Überlegungen muss der Fotograf ständig die Augen offen halten, den richtigen Moment zum Auslösen abpassen und die Bildgestaltung im Hinterkopf haben. Dementsprechend ist nicht nur die Kamera an der Belastungsgrenze, sondern auch der Fotograf. 

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Es sind diese Momente, die mir immer wieder klar machen, dass Fotografieren mehr ist als nur das Drücken eines kleinen Knöpfchen. Es ist die spielerische Beherrschung der Technik, das genaue Wissen was ein gutes Bild ausmacht und nicht zuletzt auch ein Quäntchen Glück. 

Vielen Dank an die Mädels, dass ich mich jedes Jahr auf‘s neue dieser Herausforderung stellen darf! Es war, wie immer, eine tolle Show! 

Mein Umzug zu www.simon-kirsch.de

Alte Homepage neue Domain. Obwohl du wahrscheinlich www.skphotography.de in die Adresszeile deines Browsers eingegeben hast, oder einem meiner vielen über das Internet verstreuten Links gefolgt bist, landest du jetzt auf www.simon-kirsch.de. Warum das ganze? Ich habe mich dazu entschlossen, meinen Namen als neue Domain zu nutzen um meinen Beruf mehr mit meiner Person zu verknüpfen.

Dazu habe ich noch die Domains www.simon-kirsch.com und Simon-Kirsch-Portfolio.de für mich reserviert. So kann ich davon ausgehen, dass jeder der mich sucht mich auch unter meinem Namen findet. Würde ich weiterhin meine Ursprungsdomain www.skphotography.de nutzen wäre dies, so meine ich nicht gewährleistet.

Simon-Kirsch-Portfolio.de habe ich mir reserviert, um mir die Möglichkeit offen zu lassen, später mein Online-Portfolio von meinem Fotografie-Blog und Fotolexikon wieder zu trennen. Beide Seiten könnten dann auf verschiedenen Webseiten untergebracht werden.

Schaut man sich in der Welt der Fotografen einmal genauer um ist das bei weitem kein Einzelfall. Eines meiner größten Vorbilder, der englische Werbefotograf Karl Taylor ist seit jeher unter www.karltaylorportfolio.com erreichbar. Sein Online-Blog sowie seine Lerninhalte stehen dagegen auf www.karltaylorphotography.com.

Ein deutsches Paradebeispiel wie man Lerninhalte und Portfolio trennt ist der bekannte Werbefotograf Alexander Heinrichs.Die professionelle Homepage unter www.alexanderheinrichs.com ist klar von der Tutorial- und Video-Seite www.videos.ah-photo.de abgegrenzt.

Ein weiterer Grund war natürlich die nicht ganz klar geregelte Schreibweise von Fotografie. Absolut jeder frägt mich, sobald ich ihm meine Homepage-Adresse gebe, wie man denn dieses Photography schreibt. Photography oder Fotografie oder Photografie, oder Photographie oder oder oder… Das lässt sich mit simon-kirsch natürlich einfach umgehen.

Würde ich nun jedem empfehlen das gleiche zu tun? Natürlich nicht. Ist die Domain bereits ausgeschrieben wie zum Beispiel www.simonkirschphotography.de erkennt der Besucher ebenso wer hinter der Homepage steht. Die Schwierigkeit mit der Schreibweise von Photography bleibt aber bestehen. Ebenso dauert das Sprechen der Adresse sehr lange.

Der durchschnittliche Mensch kann sich nur bis zu sieben Begriffe kurzzeitig merken und im Kurzzeitgedächtnis zwischenspeichern, bevor diese in das Langzeitgedächtnis weitergeleitet werden. Siehe da, www.simon-kirsch.de sind genau diese sieben Begriffe:

www

punkt

simon

minus

kirsch

punkt

de

Spricht man dabei wie üblich die Punkte nicht mit, verringert sich die Begriffszahl auf fünf, die Adresse lässt sich leichter merken, ich verbleibe mit meiner Homepage in den Gedächtnissen meiner Freunde und potentiellen Kunden.

Bei Namen mit schwieriger Schreibweise oder sehr langen Nachnamen kann sich daher eine Abkürzung auf die Anfangsbuchstaben lohnen.

Mitterlweile kosten Domains im Internet nicht mehr wirklich viel Geld. Daher gibt es auch keinen Grund, sich nicht gleich mehrere zu sichern. Ein Internetauftritt ist für einen Fotografen mittlerweile fast genauso wichtig wie ein gutes Portfolio. Hier wird man gefunden, hier können die eigenen Werke schnell und einfach mit vielen Menschen geteilt werden.

Visitenkarten

Die Wirkung von Visitenkarten wird von vielen Hobby- oder Amateur-Fotografen oftmals unterschätzt. Die Karten werden, womöglich selbst gestaltet, gedruckt und ausgeschnitten, einfach in den Fotorucksack geschmissen und wahllos jedem Menschen in die Hand gedrückt, der danach frägt. Die Karten landen dann meist in deren Geldbeutel und werden nach zwei Jahren beim Ausmisten des selbigen weggeschmissen.

Wenn man das verhindern kann und dafür Sorge trägt, dass man selbst sowie seine Karte in Erinnerung bleibt hat man bereits einen großen Schritt in Richtung zukünftigen Kunden getan.

Dafür müssen die eigenen Visitenkarten einfach großartig aussehen und sich auch so anfühlen. Und solange man kein professioneller Grafiker und Designer ist sollte man das Design auch diesen Profis überlassen. Oder man nutzt Hersteller, die einem bei der Gestaltung etwas unter die Arme greifen.

Dann überzeugen die eigenen Karten dank passend gewählter Schriften, filigranen Details und einer hochwertig anmutenden Design-Qualität. Grafiker kennen sich aus mit der Positionierung von Bildelementen, dem Zusammenspiel von Schrift und Cliparts, wissen um die versteckten Botschaften in Logos und die Wirkung von unterschiedlichen Formfaktoren. Quasi ein Rund-um-Sorglos-Paket für die eigenen Visitenkarten.

Ich habe hier einen etwas anderen Weg gewählt. Meine neuen Visitenkarten setzen voll auf Individualität und nicht zuletzt auch auf die wichtige persönliche Bindung. Denn schließlich ist es genau das, was ich bei meinen Kunden erreichen möchte.

Diese Individualität habe ich durch den Anbieter MOO erreicht. Der neue und frische Hersteller punktet erst einmal durch eine große Auswahl an Stilen, Papieren, Prägungen und Oberflächen. Um sich da einen Überblick zu verschaffen kann man direkt ein kostenloses Probe-Paket bestellen. Darin enthalten sind alle Papiersorten mit und ohne Prägungen. Klasse!!

Schnell fiel meine Wahl auf die klassischen, matten und etwas schwereren Visitenkarten. Auf der Homepage wird man durch die recht simpel gehaltene Gestaltung der individuellen Visitenkarten geleitet. Zuerst wird die Rückseite entworfen. Hier entschied ich mich für ein sehr klassisches Design mit Name, Adresse und Erreichbarkeit. Rechts noch das Logo hin und fertig.

Die Besonderheit war die Vorderseite der Karten. Hier kann man bis zu 50 Bilder zu MOO hochladen, die dann auf die Visitenkarten gedruckt werden. Es entsteht ein Paket von 50 einzigartigen Karten aus denen sich der potentielle Kunde nun sein Lieblingsmotiv wählen kann.

Jedes Bild kann noch individuell auf der Karte ausgerichtet, vergrößert und gedreht werden.

Vorbildlich ist neben der Homepage, dem Service und der Lieferzeit (bei mir war es kaum eine Woche) auch der Preis. 50 Karten mit eigenem Design kosteten gerade einmal 20 Euro.

Sowohl die Designs als auch die Bestellung an sich werden gespeichert und können so einfach immer wieder nachbestellt werden.

Neben den klassischen Visitenkarten bietet der Hersteller auch weitere Besonderheiten an. So können ebenfalls Karten mit integrierten NFC-Chip geordert werden, die das Smartphone des Empfängers direkt auf die eigene Homepage führen können.

 Für noch mehr Klasse und Wow-Effekt sorgen spezielle Veredelungen, etwa mit Goldfolie oder Reliefdruck.

Ich bin jedoch mit meinen matten Visitenkarten mit den individuellen Rückseiten sehr zufrieden und gebe jede einzelne mit großer Freude weiter!

Klassische Brennweiten

Gibt es eigentlich DIE klassischen Brennweiten überhaupt? Wer schreibt einem denn vor, mit 24 Millimeter nur Landschaften zu fotografieren, mit 80 Millimeter ausschließlich Portraits und mit 400 Millimetern dürfen nur Vögel und Sportler fotografiert werden? 

Klar ist, in manchen Situationen bieten sich schlicht keine anderen Brennweiten an. Im Tierpark steht man mit einem Weitwinkel-Objektiv oft auf verlorenem Posten. Die Tiere zu klein, das Gehege nicht schön genug und wenn es ganz dumm läuft dann tauchen links und rechts plötzlich auch noch Besucher im Bildausschnitt auf. Der Tierpark ist oftmals erst mit langen Brennweiten so richtig schön.

Wenn zwischen dem Fotografen und dem Motiv nichts steht. Wenn der Löwe formatfüllend im Sucher auftaucht, das Bild aussieht, als stände man direkt vor dem Tier. Oder man treibt es, wie ich im Sommer, auf die Spitze. Mit dem SIGMA 150-600mm f5-6,3 aus der Contempoary Line kam ich so nah an die Tiere ran wie nie zuvor. Oftmals war ich bei 600mm schon zu nah dran. Doch dann fokussierte ich eben auf spannende Details, lichtete Ohren von Tigern oder das Federkleid eines Pfaus ab. Brennweite ist hier absolut Trumpf!

Weitwinkel für Landschaftsaufnahmen. Diese Regel ist ja schon fast in Stein gemeißelt. Immerhin will man ja möglichst viel einer schönen Landschaft auf den Sensor bannen. 24 Millimeter sind Pflicht, alles was kleiner ist noch besser. Das Canon 11-24mm f4 L ist nicht umsonst eine der beliebtesten Linsen unter den Landschaftsfotografen.

Das Problem dabei: Oft vergessen Fotografen einen Vordergrund bei ihrer Landschaftsaufnahme. Dieser ist aber eminent wichtig, um Tiefe in das Bild zu bringen, um dem Betrachter einen Startpunkt für die Erkundung der Aufnahme zu geben und nicht zuletzt um der Aufnahme auch etwas Spannung zu geben. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort: Vordergrund macht Bild gesund.

Dazwischen ist sicherlich jede Menge Raum für die klassischen Portraits. 35 Millimeter für Ganzkörperportraits, 50 Millimeter für Oberkörper, 80 Millimeter für Kopfportraits. Soll es etwas mehr Abstand zwischen Modell und Fotograf sein, dürfen die 135 Millimeter im Kamerarucksack nicht fehlen.

Es wäre sehr traurig, wenn man in einem künstlerischen Berufsfeld so eingeschränkt wäre nicht? Ob ein Maler seine Hintergründe nun mit einem Borstenpinsel oder einem aus Kunsthaar malt ist doch egal? Oder etwa nicht?

Oftmals sieht man, gerade bei neutralen Hintergründen Aufnahmen aus dem Studio nicht an, mit welcher Brennweite sie gemacht wurden. On Location sieht die Sache schon etwas anders aus. Letztendlich ist es auch eine Frage, wieviel Platz vorhanden ist, wie weit der Fotograf sich von seinem Model entfernen kann und natürlich, welche Brennweiten überhaupt zur Verfügung stehen. Ein Grundsatz sagt: Master the gear you have. Erst wenn man mit dem Equipment, was man bereits hat, an Grenzen stößt, dann kann neues angeschafft werden. Für Neulinge heißt das: Erst wenn man mit dem Kit-Objektiv, etwa ein 18-55mm Standartzoom an kreative oder technische Grenzen stößt sollte mit neuen Brennweiten aufgestockt werden.

Meiner Meinung nach genießt die Brennweite zu Unrecht einen gestalterischen unwichtigen Ruf. Daher mein Rat: Fotografen sollten die Brennweite als weiteres, gestalterisches Mittel sehen und sich die spezifischen Effekte, die mit ihr einher gehen zunutze machen.

Kurze Brennweiten besitzen einen großen Bildwinkel, dementsprechend wird neben der portraitierten Person auch sehr viel Umgebung mit einbezogen. Ist das prinzipiell schlecht? Nein, denn es kann ja sein, dass ich die Person gerade in ihrer Umgebung zeigen möchte.

Natürlich hätte ich mit einer langen Brennweite versuchen können, Sie ohne störendes Tuch abzulichten. Aber woher soll der Betrachter wissen, dass Sie vorher damit getanzt hat und es dann elegant weggeworfen hat?

Aufpassen sollte man dabei nur auf eine möglichst deutliche Figur-Grund-Beziehung. Das bedeutet, die Person soll sich immer noch deutlich von der Umgebung lösen. Da man diese bei Weitwinkel-Aufnahmen aber nur schwer durch Unschärfe vom Hintergrund separieren kann, muss dies etwa über Farbe oder Beleuchtung passieren.

Einfacher ist es da, eine längere Brennweite zu benutzen. Je länger die Brennweite, desto geringer fällt die Schärfentiefe aus, desto eher kann ich eine Person vor einem Hintergrund freistellen. Ein enger Bildwinkel blendet unschöne Bildelemente einfach aus, Abstände werden optisch stark verkürzt. Eine lange Brennweite kann also dazu genutzt werden, eigentlich große Abstände verschwinden zu lassen und Nähe zu verbildlichen. Dies machte ich hier bei diesem Freundschafts-Portrait zunutze. Mit einem Weitwinkel wäre jeder Abstand zwischen den beiden Frauen noch zusätzlich vergrößert worden. Die verwendeten 200 Millimeter rückten beide Modell dagegen noch enger zusammen.

Im Gegensatz dazu vergrößert eine kurze Brennweite die optischen Abstände zusätzlich. So kann zum Beispiel eine Feindschaft im Bild (etwa bei Portraits von Boxern) noch zusätzlich verstärkt werden.

Interessanterweisen können auch Landschaftsaufnahmen von längeren Brennweiten profitieren. Ich gehe des öfteren ganz bewusst mit meinem Sigma 70-200 f2,8 auf Fototour und nehme mir vor, ausschließlich Landschaften damit zu fotografieren. Das schult den fotografischen Blick für Details, man konzentriert sich nicht auf die Weite sondern eher auf ein Zusammenspiel von Vorder- und Hintergrund.

Und nicht zuletzt lernt man auch sein Weitwinkel-Objektiv wieder richtig zu schätzen, wenn man einen traumhaften Sonnenuntergang einfach nicht abblichten kann, weil man eben nur ein Objektiv mit 70 Millimetern dabei hat.

Daher meine Meinung, ja es gibt sie, die klassischen Brennweiten für verschiedene Situationen. Lange Brennweiten zum Freistellen, Weitwinkel für Landschaften. Alles was zwischen 35 und 135 liegt für Portraits. Und ja, es macht durchaus Sinn, diese auch dort zu benutzen, wo sie sinnvoll sind. Aber ein Verbot, andere Brennweiten zu benutzen gibt es nicht. Ganz im Gegenteil.

Oftmals ist es von Vorteil, sich aus dem bekannten Raster heraus zu bewegen, neue Wege zu gehen und alternative Brennweiten zu benutzen. Gerade als gestalterisches Element wird die Brennweite oft unterschätzt. Hier heißt es immer nur Blende, Verschlusszeit und Bildaufbau. Wer aber einmal die gestalterischen Effekte, die unterschiedliche Brennweiten liefern zu nutze gemacht hat, der wird sie auch öfter nutzen und so eine weitere Möglichkeit finden, spannendere Bilder zu machen und sich von anderen Fotografen abzuheben.

Ich bin umgezogen

Heimlich still und leise - ohne Ankündigung und großes Tamm-Tamm bin ich umgezogen. Nicht in einen neuen Ort oder eine neue Stadt. Sondern von 1und1 zu Squarespace. Warum und wie das abgelaufen ist möchte ich in diesem Blogeintrag kurz beschreiben.

1und1 - treuer Begleiter über Jahre hinweg.

Seit 2009 gibt es meine Homepage nun schon. Oft verändert doch in Grundzügen war und ist sie immer noch eine Präsentationsfläche, ein Blog und zuletzt auch eine Lernplattform für Fotografen in der Ausbildung.

1und1 war damals einer der ersten Anbieter sogenannter Webseiten-Baukästen. So konnte man sich seine eigene Homepage "zusammenbasteln" ohne Programmieren zu können. Ein großer Vorteil für Normal-Anwender. Dazu kamen ein attraktiver Preis und deutsche Serverstandorte. Für meine Anfangszeit der Fotografie also ein ideales Starterpaket. Über die Jahre hinweg war ich auch vollauf zufrieden. Änderungen in der Homepage, etwa neue Bilder waren schnell und einfach eingepflegt und Aussetzer der Server oder längere Wartezeichen kannte ich nicht.

Der Anfang von Ende

Mit der Zeit tauchte ich viel tiefer in die Fotografie ab und beschäftigte mich auch mehr mit dem Thema Webseite und Blog. Die Anzahl der Player auf dem Homepage-Baukasten-Markt stieg auf ein mittlerweile fast unüberschaubares Angebot. Ich liebäugelte mit Jimdo, 500px, dem Portfolio-Service der Fotocommunity, Wix, Smugmug und etlichen anderen. Ich sah, dass die Vorlagen (Templates) der anderen Anbieter deutlich frischer, neuer und moderne aussahen als die, zwar guten, aber doch recht einfach gestrickten von 1und1. 

Ein absolutes NoGo für mich war allerdings die Tatsache, dass 1und1 es nicht schafft, Bilder in voller Auflösung oder zumindest in einer akzeptablen Web-Auflösung wie FullHD anzuzeigen. Stattdessen wurden meine Bilder auf ein irrwitziges Maß unter HDready (720p) beschnitten. Das hatte zur Folge, dass alle Bilder, die ich größer als 720 Pixel Breite anzeigen lassen wollte automatisch unscharf wurden. Ein absolutes NoGo für eine Portfolio-Seite. Der Wechsel war daher nur ein logischer Schritt.

Die "Neue"

Ich schaute mir also wieder verschiedenste Anbieter an und blieb letztendlich bei Squarespace hängen. Warum gerade hier? Mich überzeugten  zum einen die Vorlagen (Templates) der Webseiten, die jung, frisch und sehr modern aussehen. Verschiedene bekannte und weniger bekannte Fotografen haben bereits Squarespace-Seiten die mir auf Anhieb gefielen. Gerade für mein Homepage-Lexikon benötige ich einen Anbieter, der mir kostengünstig beliebig viele Unterseiten gestattet. Auch hier liege ich mit Squarespace (zumindest in der Business-Edition) genau richtig. Als weiterer Punkt lag mir natürlich die Bildqualität sehr am Herzen. Die pixelige Auflösung von 1und1 sollte endlich der Vergangenheit angehören. Squarespace hat sich in gewisser Weise auf Portfolios spezialisiert und stellt die Bilder in voller Auflösung zur Verfügung. Daraus folgt ein weiterer Vorteil: Meine Aufnahmen können nun bildschirmfüllend scharf präsentiert werden und kreieren so, wie die Amerikaner sagen, "IMPACT". 

Der (nicht ganz so einfache) Wechsel

Also schnell die Kreditkarte gezückt (denn nur die akzeptiert das amerikanische Unternehmen) und alles für den Umzug zusammenpacken. Dabei muss ich sagen, dass gerade der Umzug meiner Domain mir doch einige Sorgen bereitet hat. Schließlich möchte ich ungern mit www.simon-kirsch.de zwischen 1und1 und Squarespace herum schweben. Doch auch hier überzeugt mich der Anbieter. Quasi für alle großen Hostern gibt es eine Schritt für Schritt Anleitung, um den Domain-Umzug zu meistern.

Sehr viel langwieriger war da schon der Umzug meiner ganzen Inhalte. Klar, die Bilder mussten eh neu hochgeladen werden. Aber jeden Text aus dem Fotolexikon, den Ausbildungsseiten und aus meinem Blog zu kopieren und hier auf eine neue Seite einzufügen beschäftigte mich schon einen ganzen Tag.

Schlussendlich hat aber doch alles geklappt und nun seht ihr sie vor euch. Meine neue Homepage.

Also: Schau dich um, ließ alles durch und lass mir gerne am Ende auch Feedback da!