Dateiformate

Im fotografischen Alltag spielen eine Vielzahl von Dateiformaten eine Rolle. Daher sollte sich der Fotograf auch mit deren Vor- und Nachteilen auskennen.

JPEG

Das 1992 vorgestellte Bildformat JPEG ist der internationale Standard für das Speichern digitaler Bilder. JPEG steht dabei für die Arbeitsgruppe Joint Photographic Experts Group zurück, die das Format 1992 entwickelt hat.

Großer Vorteil dieses Formates ist die mittlerweile wenig verlustbehafte Komprimierung und damit der geringere Speicherplatz-Bedarf der entstehenden Dateien. Einen Qualitätsverlust durch die Komprimierung lässt sich erst nach mehrmaligem Öffnen (Dekomprimieren) und wieder Speichern (Komprimieren) feststellen.

JPG ist dabei die gebräuchliche, drei-Buchstaben-Datei-Endung und damit eine Abkürzung der Abkürzung JPEG.

Die JPEG Dateien aus der Kamera sind bereits intern stark überarbeitet. So wird der Kontrast angepasst, Farben korrigiert,  Objektivkorrekturen angewendet und teilweise deutlich nachgeschärft. Soll diese erste, unkontrollierte Anpassung der Aufnahmen vermieden werden muss in der Kamera das RAW-Format eingestellt werden.

TIFF

Das 1986 entwickelte Tagged Image File Format oder kurz TIFF ist ein alternatives Dateiformat für digitale Bilddateien. Speziell wurde es für die Einbettung von Farbseparationen und Farbprofilen entwickelt. In einer TIFF-Datei sind, anders als im RAW-Format alle Farbinformationen von Rot, Grün und Blau enthalten.

In den normalen Einstellungen während des TIFF-Exportes wird das Dateiformat nicht komprimiert. Der große Vorteil von TIFF ist aber die Möglichkeit einer verlustfreien Komprimierung durch ZIP oder LZW Algorythmen. Der Nachteil dabei liegt daran, dass nicht jedes Programm ein solch komprimiertes TIFF lesen kann.

Eine weitere Besonderheit ist, dass auch Ebenen und Transparenzen abgespeichert werden können.

RAW

Das RAW- oder Roh-Format ist ein einstellbares Dateiformat in der Digitalkamera. Dabei werden alle, von der Kamera erfassten Farbinformationen ohne eine Bearbeitung durch die Kamera in eine Datei gespeichert.

Das bedeutet, Rohbilder haben deutliche Bildinformations-Reserven für die spätere Bearbeitung. Lichter können abgedunkelt und Tiefen aufgehellt werden, ohne die Bildqualität zu beeinflussen. Die, oft als digitales Negativ bezeichneten Bilder müssen ähnlich wie ihre analogen Vorbilder daher erst durch einen RAW-Konverter entwickelt und ausgespielt werden. Hier wird auch erst die Farbe in das Bild gerechnet, da die RAW-Datei mit nur einem Helligkeits-Kanal in der Kamera abgespeichert wurden.

RAW-Dateien sind herstellerspezifisch. Während Canon auf das CR2-Format setzt, nutzt Nikon NEF. Herstellerübergreifend und damit von fast jeder Software lesbar ist das RAW-Format DNG.

PSD

Das PSD-Format ist lediglich von Adobe-Programmen wie Photoshop, InDesign oder Illustrator zu lesen. Zu den gespeicherten Informationen gehören Ebenen, Transparenzen, Pfade und weiteres. Die Menge an gespeicherteren Daten führt jedoch auch zu einer enormen Dateigröße. PSD-Dateien können so teilweise mehrere Gigabyte groß werden und brauchen dementsprechend lange beim Öffnen und Abspeichern auf der Festplatte. 

IND

IND oder IDML ist das spezifische Dateiformat für InDesign-Dokumente. Hier werden Schriften, Grafiken und Layoutdaten gespeichert. Andere Programme können diese Datei nicht lesen, auch Adobe Bridge zeigt keine Vorschau an. Bei der Verwendung von unterschiedlichen InDesign-Versionen ist Vorsicht geboten. Öffnet man eine neue Datei mit einer veralteten Version kann es zu Problemen kommen. Umgekehrt lassen sich alte Dateien leicht konvertieren und öffnen.

PDF

Das Portable Document Format ist eine Entwicklung von Softwaregigant Adobe. Da es herstellerunabhängig und plattformübergreifend ist eignet es sich hervorragend zur Verbreitung und Weitergabe von Daten. Mittlerweile beherrschen auch Smartphones und andere Kleinst-Rechner das Anzeigen der Dateien. Ein Bearbeiten von PDF Daten ist dagegen nur mit bestimmter Software möglich.


In Photoshop können die Dateien in unterschiedlichen Formaten gespeichert werden.

Für die Wahl des geeigneten Dateiformates ergeben sich in der Praxis verschiedene Unterscheidungsmerkmale und Einsatzgebiete.

a,  Nennen Sie fünf Dateiformate die Photoshop bei der Speicherung zur Auswahl stellt!

b,  Beschreiben Sie an Hand von fünf Beispielen aus der Praxis Unterscheidungsmerkmale, die für die Wahl eines Dateiformats eine Rolle spielen!