Graukarte

Amateure verzichten zurecht, für Profis dagegen ein absolutes Muss. Die Graukarte fristet ein Dasein zwischen Vergessen und Notwendigkeit.

Die Graukarte ist ein neutrale, in 50%igem Grau eingefärbte Karte, meist aus Karton oder Plastik, die eine Vergleichsfläche für die Belichtungsmessung und den Weißabgleich darstellt.

Graukarte

Wichtig für diese Vergleichsmessung ist, dass sich die Graukarte genau dort befindet, wo sich auch das Motiv unter den vorhandenen Lichtbedingungen wiederfindet.

Ein klassischer Verwendungszweck der Graukarte ist die Vergleichsmessung der Belichtung bei überwiegend weißen oder schwarzen Oberflächen. Die kamerainterne Belichtungsmessung ist auf ein etwa 50% Grau geeicht. Daher wird sie weiße Flächen zu dunkel beziehungsweise schwarze Flächen zu hell wiedergeben. Dies kann umgangen werden, indem die Graukarte als neutrale Fläche in die Aufnahme gehalten wird und die Belichtungsdaten dann auf die eigentliche Aufnahme übernommen werden.

Ein weiterer Verwendungszweck ist der farbrichtige Weißabgleich. Da die Graukarte eine neutrale Fläche mit einem 50%igen Grauanteil darstellt, kann ein manueller Weißabgleich verwendet werden. Besonders vorteilhaft ist dies bei Mischlichtsituationen von Kunst und Dauerlicht.