ISO

Die ISO oder Lichtempfindlichkeit ist eine der drei Stellschrauben für eine korrekt belichtete Aufnahme. Sie beschreibt, wie stark das Signal des Sensors elektronisch verstärkt wird.

Je mehr es verstärkt wird, desto weniger Licht benötige ich, um ein korrekt belichtetes Bild zu erhalten. Oder anders ausgedrückt: Ist bei einer Aufnahme nur wenig Licht vorhanden, kann ich die Empfindlichkeit des Sensors erhöhen, um das vorhandene Licht elektronisch zu verstärken. Klingt erstmal furchtbar kompliziert.

Einfacher wird die Sache, wenn wir die ISO mit dem Lautstärkeregler einer Stereoanlage vergleichen. Dreht man den Regler nur wenig auf, ertönt die Musik zwar sehr leise, aber in hervorragender Qualität aus den Lautsprechern. Wird dagegen die Lautstärke dagegen sehr stärk erhöht wird die Musik zwar auch sehr laut, verzerrt dann zunehmend und wird undeutlich wiedergegeben.

Gleich verhält es sich mit der ISO in der Kamera. Bei kleiner Empfindlichkeit wird das Bildsignal aus dem Sensor kaum elektronisch verstärkt, das Bild erstrahlt daher rauscharm und klar. Erhöhe ich nun die Empfindlichkeit wird das Signal auch zunehmend verstärkt, wie bei den Lautsprechern tritt zunehmend Rauschen auf.

ISO-Rauschen

Dieses Rauschen wird durch die Elektronen verursacht, die das Signal verstärken. Da diese künstlich von der Kamera erzeugt und in das Bildsignal eingespielt werden nimmt der Anteil an real erzeugen Elektronen bei steigender ISO ab. Je mehr künstliche Elektronen demnach hinzugegeben werden desto eher treten Bildfehler auf. Diese sind in der Aufnahme als Rauschen sichtbar.

 

ISO-Rauschen

Nützliches ISO-Rauschen

Sehr schön sieht man das Rauschen bei diesem Aufnahme-Entwurf eines Sternenbildes. Um die richtige Belichtungszeit herauszufinden, wurde ein High-ISO-Bild geschossen, durch das dann die entsprechenden Lichtwerte bis ISO 100 ermittelt und zu der Belichtungszeit hinzugerechnet wurden.