Kalkulation

Quisque iaculis facilisis lacinia. Mauris euismod pellentesque tellus sit amet mollis.
— Claire C.

Kalkulatorische Zinsen

Arbeitet ein Betrieb mit Fremdkapital (nimmt er beispielsweise einen Kredit auf um einen Auftrag in Vorleistung abwickeln zu können) so muss er auf dieses Geld Zinsen zahlen. Besitzt ein anderer Betrieb jedoch eigenes Kapitel in Form von Rücklagen, so kann er den gleichen Auftrag abwickeln ohne einen Kredit aufzunehmen. Um beide Betriebe nun miteinander vergleichen zu können muss auch der Betrieb mit dem eigenen Geld kalkulatorische Zinsen in sein Angebot mit aufnehmen. Sonst könnte er sein Angebot von vorneherein günstiger aanbieten und hätte einen Wettbewerbsvorteil.

Kalk. Zinsen = Anschaffungskosten x
Zinssatz / 2 / 100

Kalkulatorische Miete

Gleiches gilt für die Miete. Hat ein Betrieb ein Studio nur angemietet, so zahlt er dafür an den Vermieter Miete, die er im Angebot auf seinen Kunden übertragen kann. Daher wäre sein Angebot teurer als das Angebot eines Betriebes, der in den eigenen Räumlichkeiten keine Miete zu zahlen braucht. Der Betrieb im Mietstudio hätte demnach einen Wettbewerbsnachteil. Daher muss auch der Betrieb im eigenen Studio in seinem Angebot eine kalkulatorische Miete berechnen, um mit dem anderen Betrieb vergleichbar zu sein.

Kalk. Miete = Fläche x ortsübliche Miete

Kalkulatorische Abschreibung

Ein Betrieb sollte immer genügend finanzielle Rücklagen bilden, um seine Produktionsmittel nach einer gewissen Laufzeit durch neue Maschinen ersetzen zu können. So kann der Betrieb sicherstellen, dass immer genügend Geld vorhanden ist um eine ausgefallene Maschine ersetzen zu können. Die kalkulatorische Abschreibung ist dabei vom Wiederbeschaffungswert und der normalen Funktionszeit der Maschine abhängig und wird in Euro pro Jahr angegeben.

Kalkulatorische Abschreibung = Wiederbeschaffungskosten / Laufzeit in Jahren

Kalkulatorische Wagnisse

Ein Unternehmer muss sich für besondere Fälle absichern. Dazu gehören unter anderem seltene Ereignisse wie Brandfälle oder Versicherungsschäden, die einen Betrieb ohne Rücklagen schnell in der Insolvenz treiben können. Unter solche Ereignisse fällt auch, falls ein Kunde trotz Leistung nicht oder verspätet zahlt. All das kostet den Unternehmer zusätzlich Geld, das er durch die kalkulatorischen Wagnisse im Angebot absichern kann.

Maschinenabhängige Fertigungsgemeinkosten

Die  maschinenabhängigen Fertigungsgemeinkosten beschreiben die Kosten, die zwar einer Maschine, aber nicht direkt einem Auftrag zugeordnet werden können. Um diese Kosten zu ermitteln werden kalkulatorische Abschreibungen, kalkulatorische Zinsen, Instandhaltungskosten und die Raum- und Energiekosten der Maschine zusammengerechnet. 

Maschinenstundensatz

Der Maschinenstundensatz errechnet sich aus den maschinenabhängigen Fertigungsgemeinkosten geteilt durch die Maschinenlaufstunden. Dieser Wert sagt aus, was eine bestimmte Maschine pro Stunde kostet. Der Unternehmer kann so seinem Kunden sehr genau aufschlüsseln, wie sich das Angebot mit Maschine 1 oder Maschine 2 zusammensetzt und mögliche Sparmöglichkeiten aufzeigen.

Materialgemeinkosten

Die Materialgemeinkosten decken die Kosten ab, die keinem Auftrag direkt zugeordnet werden können. Dazu gehören zum Beispiel Hilfs- oder Betriebsstoffe wie Schrauben, Nägel oder ähnliches.

Fertigungsgemeinkosten

Die Fertigungsgemeinkosten sind beispielsweise Löhne für Sekretärin, Steuerberater etc. die bei mehr als einem Auftrag mitarbeiten bzw. deren Lohn man nicht anhand eines Auftrags berechnen kann.

Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten

Unter die Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten fallen Posten wie Druckerpapier aber auch Werbungskosten für Flyer oder Visitenkarten. Außerdem fallen hier die Kosten für Strom, Heizung und Wasser für die Betriebsräume drunter.


Kalkulation.jpg