Konstruktive Bildbearbeitung

Der große Vorteil von Photoshop gegenüber einfacheren Bildbearbeitungsprogrammen oder Apps ist die Möglichkeit, nicht-destruktiv, also konstruktiv zu arbeiten.

Das bedeutet, jede Änderung die am Bild gemacht wird ist wiederrufbar bzw. der Vorzustand jederzeit wiederherstellbar.
Um das zu erreichen, sollte man in Photoshop immer mit Ebenen arbeiten. Auf dieses lassen sich Änderungen vornehmen, ohne die Ebene darunter destruktiv zu beeinflussen. Das Originalbild liegt als Hintergrund jederzeit vor und kann, falls nötig, wiederhergestellt werden. Dazu sollten alle Anpassungen auf eigenen, dafür vorgesehenen und erstellten Ebenen passieren. 

Einstellungsebenen eignen sich beispielsweise hervorragend, um Eigenschaften wie Helligkeit, Farbton, Sättigung zu ändern oder Effekte wie Schwarz-Weiß oder Fotofilter anzuwenden. Die Einstellungsebenen lassen sich dabei beliebig in der Deckkraft variieren und auch jederzeit wieder löschen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Einstellungsebene selbst immer wieder bearbeitet und verändert werden kann.  
Um das Bild direkt zu verändern, etwa beim Stempeln oder Verflüssigen ist es ratsam, das Originalbild über Strg+J zu dublizieren um auf dieser neuen Ebene zu arbeiten.  

Zur konstruktiven Arbeitsweise gehört auch die Verwendung von Smart-FIltern, diese lassen sich, anders als normale Filter, auch nach dem Anwenden auf das Bild noch in ihren Einstellungen variieren. Der Nachteil der konstruktiven Bildbearbeitung ist, dass relativ schnell viele Ebenen und Smart-Filter entstehen, die die Performance des Rechners stark beeinträchtigen können. Auch steigt der Speicherplatz-Bedarf einer konstruktiven-Datei stark an, je mehr Ebenen mit aufgenommen werden.
Dennoch sollte aus heutigen Gesichtspunkten auf die konstruktive Bildbearbeitung nicht verzichtet werden. 

Smart-Objekt
Das Öffnen von Raw-Bildern als Smart-Objekte bietet vielfache Möglichkeiten. Dabei greift Photoshop auch bei der weiteren Bearbeitung direkt auf das RAW auf der Festplatte zu. Das bedeutet, man kann auch nach der Bearbeitung noch Änderungen im RAW machen.

Ebenenorganisation
Ebenen lassen sich in Photoshop in Gruppen und Ordnern organisieren. Auch lassen sich bestimmte Farben den jeweiligen Ebenen zuordnen. So behält der Bearbeiter den Überblick und kann schneller auf bestimmte Bearbeitungsschritte zugreifen. Ebenenbenennung nicht vergessen.