Schärfentiefe

Die Schärfentiefe beschreibt die räumliche Ausdehnung der Schärfeebene in einer Aufnahme.

Präziser gesagt ist die Schärfeebene, wie der Name schon sagt, immer nur eine zweidimensionale Ebene im Raum. Sie hat demnach keine wirkliche Tiefe. Das, was wir als Schärfentiefe beschreiben ist lediglich der Grad der Unschärfe, den wir als Menschen noch als scharf wahrnehmen. 

Einfacher ausgedrückt: Liegt etwas in der Schärfentiefe, so empfinden wir es noch als scharf, obwohl es bereits zu einem kleinen Grad unscharf ist.

Diesen Umstand können sich Fotografen zu nutze machen und die Aufmerksamkeit des Betrachters gezielt auf das Hauptmotiv lenken.

Josefstaler Wasserfälle

Große Schärfentiefe

Hier ist von Vordergrund bis Hintergrund alles in der Aufnahme scharf. Die Schärfentiefe ist sehr groß bis unendlich. Gerade bei Landschaftsbildern ist die unendliche Schärfentiefe ein beliebtes Mittel, um die Weitläufigkeit einer Landschaft zu verdeutlichen.

Ente vor Tiger

Mittlere Schärfentiefe

Bei einer mittleren Schärfentiefe ist der Hintergrund zwar unschärfer als der Vordergrund. Er bleibt jedoch für den Betrachter erkennbar.

Giraffe im Hellabrunner Tierpark

Geringe Schärfentiefe

Bei einer geringen Schärfentiefe ist der Hintergrund sehr viel unschärfer als der Vordergrund. Dieser wird so vom unscharfen Hintergrund freigestellt. Besonders beliebt ist diese geringe Schärfentiefe bei Portraits, da die Aufmerksamkeit des Betrachters voll und ganz auf das Model gelenkt wird.