Sozialkunde - Erstes Schuljahr

Duale Ausbildung

  • Parallele Ausbildung im Betrieb und der Berufsschule (oder Berufsakademie)
  • Voraussetzung: rechtsgültiger Ausbildungsvertrag mit einem Betrieb.
  • Der praktische Teil der Ausbildung wird den Auszubildenden in den Betrieben vermittelt, den theoretischen Teil übernimmt die Berufsschule.
  • Darüber hinaus ist es vielerorts an Berufsschulen auch möglich Zusatzqualifikationen zu erwerben.

Grundlage für die betriebliche Ausbildung ist die jeweilige Ausbildungsordnung des Berufes. Ausbildungsschwerpunkte nach § 1 und § 14 BBiG sind:

  • Vermittlung von fachlichen Fähigkeiten, Kenntnissen und Fertigkeiten. Die sog. „berufliche Handlungsfähigkeit“. Dieses ergibt sich inhaltlich aus der Ausbildungsordnung für jeden Beruf
  • Ermöglichen erster Berufserfahrung
  • charakterliche Förderung
  • Vermeidung von Gefährdungen (z. B. körperliche Gefahren vermeiden durch Einhalten der UVV)

Generelle Aufgabenschwerpunkte der Berufsschulen sind:

  • die Vermittlung von theoretischen Fachkenntnissen
  • die Vertiefung der Allgemeinbildung und die Verleihung von Laufbahnberechtigungen (Bildungsabschlüsse)

Neben der „normalen“ Berufsschulpflicht erfüllen die Berufsschulen auch weitere Aufgaben:

  • Berufsgrundschuljahre
  • Berufsfachschule
  • Fachhochschulreife
  • Oberschulreife

Schulpflicht


Ausbildungsvertrag

Was im Ausbildungsvertrag stehen muss, wird vom Berufsbildungsgesetz (BBiG, §11) ganz genau vorgeschrieben:

  • Ausbildungsberuf, inhaltliche und zeitliche Gliederung der Berufsausbildung
  • Beginn und Dauer der Berufsausbildung
  • Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte
  • Dauer der täglichen Arbeitszeit
  • Dauer der Probezeit
  • Zahlung und Höhe der Ausbildungsvergütung
  • Dauer des Urlaubs
  • Bedingungen der Kündigung
  • Ausbildungsvertrag – Nichtige Vereinbarungen

In deinem Ausbildungsvertrag dürfen keine Vereinbarungen stehen, die

  • dich nach Beendigung deiner Ausbildung verpflichten, in deinem Ausbildungsbetrieb weiter zu arbeiten.
  • dir verbieten, deinen erlernten Beruf ganz oder eingeschränkt (z.B. bei der Konkurrenz) auszuüben.
  • von dir eine Zahlung als Entschädigung für die Berufsausbildung fordern.
  • dich zur Zahlung von Vertragsstrafen verpflichten (z.B. wenn du die Ausbildung nicht antrittst oder dein Ausbildungsverhältnis kündigst).
  • Schadensersatzansprüche ausschließen oder beschränken sowie Pauschbeträge vorsehen.

§ 12 Berufsbildungsgesetz bestimmt solche Vereinbarungen als nichtig, d.h. sollten sie in deinem Ausbildungsvertrag aufgeführt sein, dann sind sie nicht gültig.


Berufsbildungsgesetz


Rechte und Pflichten des Auszubildenden und Ausbilders

Rechte des Auszubildenden:

  • Vergütung: Eines der wichtigsten Rechte des Auszubildenden ist, dass er eine angemessene Ausbildungsvergütung bekommt.
  • Ausbildungsmittel: Daneben hat er Anspruch auf kostenlose Ausbildungsmittel, wie zum Beispiel Werkzeuge, die der Ausbildungsbetrieb zur Verfügung stellen muss.
  • Freistellung: Dass der Azubi für seinen Berufsschulunterricht von der Arbeit freibekommt, ist eigentlich selbstverständlich und daher auch ein Grundrecht.
  • Ausbildungsziel: Ein anderes wichtiges Recht des Auszubildenden ist das Arbeiten nur für das Ausbildungsziel: Er muss keine Arbeiten verrichten, die nichts mit der Ausbildung zu tun haben, wie zum Beispiel private Besorgungen für den Chef oder das Putzen der Toilette.
  • Kündigungsrecht: Auch haben Azubis eine spezielle Kündigungsm.glichkeit und können das Ausbildungsverhältnis mit einer 4-wöchigen Frist beenden.
  • Zeugnis: Ein weiteres Recht ist der Anspruch auf ein Zeugnis, das der Ausbilder am Ende der Ausbildung ausstellen muss.
  • Vertretung: Unter bestimmten Voraussetzungen muss der Ausbildungsbetrieb eine Jugend- und Auszubildendenvertretung bilden, die die Interessen der Jugendlichen vertritt.

Pflichten des Auszubildenden:

  • Lernpflicht: Zu den allgemeinen Pflichten des Azubis gehört zuallererst die Lernpflicht. Das bedeutet, dass sich der Auszubildende darum bemühen muss die Ausbildung erfolgreich abzuschließen.
  • Sorgfaltspflicht: Die Sorgfaltspflicht schreibt vor, dass alle Tätigkeiten in Betrieb und Berufsschule immer ordentlich und zuverlässig erfüllt werden müssen, dazu gehört auch das Führen des Berichtsheftes.
  • Teilnahmepflicht: Der Besuch der Berufsschule ist für den Auszubildenden ebenfalls vorgeschrieben, das ist die Teilnahmepflicht.
  • Anweisungen: Auch muss der Azubi die Anweisungen des Ausbilders befolgen und die angeordneten Aufgaben erledigen.
  • Betriebsordnung: Daneben ist er verpflichtet, die Betriebsordnung einzuhalten und beispielsweise bestimmte Schutzkleidung zu tragen, falls vorgeschrieben.
  • Bewahrungspflicht: Die Bewahrungspflicht bestimmt, dass der Azubi sorgsam und vorsichtig mit den Arbeitsmaterialien, also Werkzeugen, Maschinen usw. umgehen muss.
  • Schweigepflicht: Dazu kommt noch die Schweigepflicht, die es dem Azubi verbietet Betriebsgeheimnisse auszuplaudern.
  • Krankmeldung: Und zuletzt ist der Azubi zur Krankheitsmeldung und Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung verpflichtet, wenn er nicht zur Arbeit kommen kann.

Jugendarbeitsschutzgesetze

Viele Auszubildende fallen noch unter das Jugendarbeitsschutzgesetz, wenn sie die Ausbildung beginnen. Jugendliche haben besondere Rechte, die der Ausbildungsbetrieb einhalten muss. Das Jugendarbeitsschutzgesetz zählt zu den Gesetzen des sozialen Arbeitsschutzes. Das Gesetz zum Schutze der arbeitenden Jugend unterscheidet:

  • Kinder: 0 - 14 Jahre
    • Beschäftigungsverbot außer bei gesetzlichen Ausnahmen.
    • Kinder über 13 Jahren dürfen bei Ausnahmeregelungen maximal zwei Stunden am Tag und maximal 10 Stunden in der Woche mit kindgerechter Arbeit beauftragt werden (z.B. Tiere füttern in der Landwirtschaft, Zeitungen austragen, Nachhilfeunterricht, Baby-Sitten etc.).
  • Jugendliche 15 - 18 Jahre

Arbeitszeit

  • tägliche Arbeitszeit ohne Pausen darf acht Stunden nicht überschreiten. Maximale wöchentliche Arbeitszeit beträgt 40 Stunden.
  • Wenn erwachsene Mitarbeiter arbeitsfrei haben (Feiertags, Samstags) dürfen auch Jugendliche nicht beschäftigt werden.
  • Garantie der Fünf-Tage-Woche 

Ruhepausen

  • bei Arbeitszeiten von 4,5 bis 6 Stunden => 30 Minuten Ruhepause
  • bei Arbeitszeiten von mehr als 6 Stunden => 60 Minuten Ruhepause

Freizeit 

  • Nach Beendigung der Arbeitszeit muss eine ununterbrochene Freizeit von mindestens 12 Stunden gewährleistet sein. (z.B. spätabendliche Eventfotografie => Arbeitszeit von 15 Uhr bis 24 Uhr => Nächster Arbeitstag darf erst um 12 Uhr Mittags beginnen)
  • Ausnahmen gelten hier für Bäckereien, Konditoreien, Friseure etc.

Berufschulzeit

  • Die tägliche Unterrichtszeit (inkl. Pausen) wird auf die Arbeitszeit angerechnet. Beträgt dann die Unterrichtszeit mehr als fünf Unterrichtsstunden ist einmal in der Woche der restliche Arbeitstag frei.
  • Beginnt der Unterricht vor 9 Uhr darf der Jugendliche vorher nicht arbeiten. 
  • Der letzte Arbeitstag vor der schriftlichen Prüfung ist frei.

Urlaubsanspruch

  • Stichtag für das Alter der Jugendlichen ist immer der Beginn des Kalenderjahres (01.01.XXXX) und nicht der eigentliche Geburtstag.
    • bis 16 Jahre - Anspruch auf 30 Werktage Urlaub
    • bis 17 Jahre - Anspruch auf 27 Werktage Urlaub
    • bis 18 Jahre - Anspruch auf 25 Werktage Urlaub
  • Urlaubsanspruch erst nach drei Monaten ununterbrochener Beschäftigung
  • Urlaub soll möglichst in der Zeit von Berufschulferien genommen werden

Gesundheitliche Betreuung

  • vor der Ausbildung und nach einem Jahr in der Ausbildung sind ärztliche Untersuchungen vorgeschrieben

Beschäftigungsbeschränkungen

  • Verbot von Arbeiten, die die körperlichen Kräfte des Jugendlichen übersteigen oder bei sittlichen Gefahren
  • Verbot von Akkord- und Fließbandarbeit (immer die gleichen Arbeitsschritte über mehrere Stunden hinweg)

Arbeitsschutzgesetze

technischer Arbeitsschutz

  • ergonomischer Arbeitsplatz
  • funktionierender PC
  • richtiger Gebrauch von Maschinen (Einhaltung von Schutzbereichen)
  • verantwortlich für die Überprüfung sind die Berufsgenossenschaften

sozialer Arbeitsschutz

  • rechtliche Rahmenbedingungen
  • Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG)
  • Arbeitszeitgesetz (ArbZG)
    • wöchentliche Arbeitszeit maximal 48 Stunden bei 6-Tage-Woche
    • tägliche Arbeitszeit von 8 Stunden
    • Pausenzeiten bei 6-9 Stunden 30 Minuten, bei mehr als 9 Stunden 45 Minuten
    • ununterbrochene Ruhezeit mindestens 11 Stunden
  • Entgeltfortzahlungsgesetz (EntgFG)
    • garantiert Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
    • bis 6 Wochen Ausfall übernimmt der Arbeitgeber, anschließend wird der Lohn durch die Krankenkasse gezahlt.
    • Bei längerer Krankheit greift die Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Bundesurlaubsgesetz
    • mindestens 24 Werktage
    • mindestens 2 Wochen zusammenhängend
    • wird der Arbeitnehmer im Urlaub krank, werden ihm die Urlaubstage bei Vorlage eines ärztlichen Attests wieder gut geschrieben.

Mutterschutzgesetz

Schutz werdender und stillender Mütter vor ungesunder Beschäftigung

  • Mütter müssen Schwangerschaft und mutmaßlichen Tag der Endbindung ihrem Arbeitgeber mitteilen
  • Beschäftigungsverbot bei Gefahr für Ungeborenes oder Mutter
  • Mütter dürfen 6 Wochen vor der Endbindung nur auf ausdrücklichen Wunsch der Mutter beschäftigt werden
  • Keine Beschäftigung 8 Wochen nach der Entbindung
  • Keine schweren körperlichen Arbeiten und kein Aussetzen von gesundheitsgefährdenden Stoffen oder Strahlen
  • Zweimal täglich eine halbe Stunde oder einmal täglich eine Stunde Stillzeit
  • Kündigung bis 4 Monate nach der Entbindung ist unzulässig

Schwerbehindertengesetz

Ein Arbeitnehmer gilt als schwerbehindert bei körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung der Erwerbstätigkeit nicht nur vorübergehend von wenigstens 50%

  • Besonderer Kündigungsschutz
  • Bezahlter zusätzlicher Urlaub
  • Arbeitgeber mit mindestens 20 Arbeitsplätzen müssen 5% der Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen besetzen sonst Ausgleichsabgabe

Kündigungsschutzgesetz

Allgemeiner Kündigungsschutz

  • Sozial ungerechtfertigte Kündigung

    • Eine Kündigung nach der Probezeit ist rechtsunwirksam, wenn sie sozial ungerechtfertigt ist

    • Das bedeutet: wenn Sie nicht durch Gründe, die in der Person (dauerhaft krank, mangelnde Leistung) oder in dem Verhalten des Arbeitnehmers (Unpünktlichkeit, Beleidigungen) liegen oder durch dringliche betriebliche Erfordernisse (Sparmaßnahmen, schlechte Auftragslage) die einer Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers in diesem Betrieb entgegenstehen bedingt ist

    • Oder wenn der Arbeitgeber bei der Auswahl des Arbeitnehmers soziale Gesichtspunkte (kürzeste Betriebszugehörigkeit, keine Familie, am jüngsten…) nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt

  • Anrufung des Arbeitsgerichtes

    • Arbeitnehmer muss bei Verdacht auf ungerechtfertigte Kündigung innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung Klage beim Arbeitsgericht erheben

    • Zurechtrücken im Lebenslauf, Ansehen etc.

  • Kündigungsschutz im Rahmen der Betriebsverfassung

    • Unzulässigkeit der Kündigung

    • Betriebsräte, Jugend oder Auszubildende-Vertretungen können nicht gekündigt werden

    • Bei fünf oder weniger Arbeitnehmer kein besonderer Kündigungsschutz nach Betriebsverfassung

  • Kündigungsfristen

    • Grundkündigungsfrist 28 Tage
    • 4 Wochen zum 15. Des Monats oder zum Monatsende
    • Z.B. 26.03. Kündigung ausgestellt => Tatsächliche Kündigung 30. April
    • 18.3. + 28 Tage => 15. April
    • Heißt: der 18. Des Monats ist der letztmögliche Termin, dass Mitarbeiter zum 15. Des nächsten Monats gehen muss

Arbeitsrecht, Betriebsrat und Tarifverträge

Der Betriebsrat

  • Allgemeine Aufgaben
    • Überwachung der gesetzlichen und tariflichen Bestimmungen
    • Anregungen der Arbeitnehmer über Betriebsversammlungen aufgreifen
    • Mitbestimmungsrechte (Zustimmung des Betriebsrats ist zwingend erforderlich)
      • Personalplanung
      • Arbeitszeit (Anfang, Pause, Schluss)
      • Urlaubsplanung
    • Mitwirkungsrechte (Beratung der GF, Unterrichtung durch GF)
      • Personalplanung (Einstellung, Kündigung, Versetzung)
      • Rationalisierungsmaßnahmen
      • Betriebserweiterung
  • Voraussetzung: mindestens 5 Beschäftigte im Betrieb
  • Arbeitgeber darf Wahl nicht behindern
  • Männer und Frauen müssen anteilig vertreten sein
  • Geheime und unmittelbare Wahl
  • Alle über 18 dürfen wählen
  • Amtszeit 4 Jahre
  • Jugendvertretung
    • Allgemeine Aufgabe: Vertritt Probleme der Jugendlichen unter 18 und die der Auszubildenden unter 25 Jahren
    • Aktives Wahlrecht für Jugendliche unter 18 und Auszubildende unter 25
    • Passives Wahlrecht für Arbeitnehmer unter 25 Jahren
    • Stimmrecht im Betriebsrat bei Jugendangelegenheiten
    • Setzt sich für Verbesserung der Ausbildung ein
    • Voraussetzung mindestens 5 wahlberechtigte Jugendliche oder Azubis im Betrieb
    • Amtszeit 2 Jahre

Tarifverträge

Wird ausgehandelt zwischen Arbeitnehmerverband (z.B. Gesamtmetall) und Gewerkschaft (z.B. IG Metall)

  • Rahmen-/Manteltarifvertrag
    • Allgemeine Arbeitsbedingungen
    • Arbeitszeiten / Urlaub
    • Kündigungsfristen
    • Laufzeit: mehrere Jahre (5-6)
  • Lohntarifvertrag
    • Löhne / Gehälter
    • Zulagen (Gefahrenzulage)
    • Extrazahlungen (Weihnachtsgeld)
    • Laufzeit: 1-2 Jahre
  • Tarifverträge gelten eigentlich nicht für Gewerkschaftsmitglieder, Betriebe führen aber Vertrag einheitlich ein
  • Fotografie hat keinen organisierten Arbeitgeberverband
  • Man unterscheidet Firmentarifverträge oder Branchentarifverträge

Tarifverhandlungen


Die fünf Säulen der Sozialversicherungen

Rentenversicherung

  • Versicherungsträger ist die Deutsche Rentenversicherung
  • Beitragsverteilung 50% Arbeitgeber / 50% Arbeitnehmer
  • beträgt 18,7% vom Bruttolohn
  • Beitragsbemessungsgrenze (maximal abzuführender Beitrag) = 6050 Euro
  • Personenkreis: Alle Arbeitnehmer, Auszubildende, Väter und Mütter während der Elternzeit
  • Leistungen: Altersrente, Rente aufgrund verminderter Erwerbstätigkeit, Hinterbliebenenrende, Leistungen zur Rehabilitation (z.B. bei schweren Arbeitsunfällen)

Krankenversicherung

  • Versicherungsträger ist die Gesetzliche Krankenversicherung
  • Beitragsverteilung: 50% Arbeitgeber / 50% Arbeitnehmer
  • entspricht 14,6% vom Bruttolohn
  • Maximal 4125 Euro
  • Personenkreis: Alle Arbeitnehmer, Auszubildende, Renter, Arbeitslose, Ehepartner und Kinder
  • Leistungen: Arzt- und Krankenhauskosten, Medikamente, Gesundheitsförderungen (Fitnesskurse), Früherkennung, Krankengeld, Schwangerschaftsleistungen etc.)

Unfallversicherung

  • Versicherungsträger sind die Berufsgenossenschaften
  • 100% werden vom Arbeitgeber bezahlt
  • Höhe ist abhängig von der Einkommenszahlung des Betriebs und vom Unfallrisiko des Berufs
  • Versichert sind alle Angestellten
  • Leistungen: Kosten bei Arbeitsunfällen einschließlich Fahrtwege zur Arbeit und nach Hause, Witwenrente, Unfallverhütung

Arbeitslosenversicherung

  • Versicherungsträger ist die Bundesagentur für Arbeit
  • Beitragsverteilung: 50% Arbeitgeber / 50% Arbeitnehmer
  • entspricht 3% vom Bruttolohn
  • Maximal 6050 Euro
  • Versichert sind alle Arbeitnehmer, außer geringfügig Beschäftigte
  • Leistungen bei Arbeitslosigkeit, Arbeitslosengeld, Information über Arbeitsangebote, Leistungen zur Rehabilitation (Umschulungen)

Pflegeversicherung

  • Versicherungsträger sind die Pflegekassen (gekoppelt an Krankenkassen)
  • Beitragsverteilung: 50% Arbeitgeber / 50% Arbeitnehmer
  • 2,35% vom Bruttolohn
  • maximal 4125 Euro (0,25% Zuschlag für Arbeitnehmer, die älter als 23 Jahre sind und keine Kinder haben)
  • Alle Arbeitnehmer, Auszubildende, Renter, Arbeitslose, Ehepartner und Kinder
  • Leistungen: Kosten für häusliche und stationäre Pflege, Leistungen für Pflege-Hilfsmittel, Pflegekurse für Angehörige etc.